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Gesamtkeimzahl (Aerobe, mesophile Keime)
Die bakterielle Gesamtkeimzahl (auch aerobe, mesophile Keime genannt) gibt Auskunft über die mikrobielle Gesamtbelastung des Wassers. Als Aerobe, mesophile Keime bezeichnet alle Keime, die in Anwesendheit von Sauerstoff unter Standardbedingungen bei 30° C wachstumsfähig sind.
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Enterokokken
Enterokokken sind Bakterien, die im menschlichen und tierischen Darm vorkommen können und dort die Verdauungsprozesse unterstützen. Die Bakterien können sich nicht im Trinkwasser vermehren, sondern nur im menschlichen oder tierischen Darm. Als Fäkal-Indikatorkeim deuten Enterokokken im Trinkwasser auf weitere, potenziell krankmachende Bakterien hin. Enterokokken können ausserhalb des Darms einige Wochen überleben und können deshalb auch noch länger auf eine Verunreinigung hinweisen.
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Escherichia coli
Escherichia coli, auch E. coli genannt, zählen zu den coliformen Keimen (Colibakterien) und sind im Trinkwasser auszuschliessen. E. coli ist ein weit verbreiteter Darmkeim und ein natürlicher Bestandteil der menschlichen und tierischen Darmflora. Werden Colibakterien im Trinkwasser aufgenommen, kann es zu Durchfall und anderen Magen-Darm-Beschwerden kommen. Risikogruppen wie Schwangere oder immunsystemschwache Menschen sollten bei E. coli-verunreinigtem Trinkwasser die Sicherheitsvorkehrungen beachten. Zudem ist der Nachweis von E. coli ein Indikator dafür, dass noch weitere Fäkalkeime im Trinkwasser sein können.
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Pseudomonas aeruginosa
Pseudomonas aeruginosa ist als Wasserkeim mit gesundheitsgefährdendem Potential (z.B. als Verursacher von Hautausschlag und Entzündungen) in Dusch- und Badewasser unerwünscht und bei Vorhandensein mit geeigneten Massnahmen zu bekämpfen.
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Legionellen
Summe, bestehend aus Legionella spp., Legionella pneumophila Serogruppen 1, 2-14 und andere L. pneumophila.
Legionellen zählen zu den bekanntesten Keimen mit pathogenem Potential im Wasser. Die Feuchtkeime vermehren sich besonders gut bei Temperaturen über 20 Grad und sind daher auch häufig in Warmwassersystemen anzutreffen. Legionellen können bei immungeschwächten Personen nach Einatmen in der Lunge eine gefährliche Lungenentzündung, die so genannte Legionärskrankheit auslösen.
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Leitfähigkeit
Die Messung der Leitfähigkeit von Trinkwasser ist wichtig, da sie Rückschlüsse auf den Gehalt an gelösten Ionen und Mineralien im Wasser ermöglicht. Die Leitfähigkeit (in Mikrosiemens pro Zentimeter, µS/cm) gibt an, wie gut das Wasser elektrischen Strom leitet, was direkt mit der Konzentration von Ionen wie Natrium, Kalzium, Magnesium, Chlorid und Sulfat zusammenhängt.
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pH-Wert
Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch das Wasser ist und hat einen Einfluss auf die Wasserqualität.
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Gesamthärte
Calcium und Magnesium sind hauptsächlich für die Härte des Wassers verantwortlich: Die Gesamthärte bezieht sich auf die Konzentration der Kalzium- (Ca²⁺) und Magnesium-Ionen (Mg²⁺) im Wasser.
Die Gesamthärte wird in Grad französischer Härte (°fH) oder in Millimol pro Liter (mmol/L) angegeben.
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Carbonathärte
Die Carbonathärte gibt die Menge der Carbonate (CO₃²⁻) und Bicarbonate (HCO₃⁻) im Wasser an. Diese Ionen entstehen hauptsächlich durch die Wechselwirkung von Wasser mit Kalk (Calcium- und Magnesiumcarbonat) in Böden und Gesteinen. Die Karbonathärte wirkt als Puffer im Wasser und kann so pH- Schwankungen ausgleichen.
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Pb: Blei, Cd: Cadmium, Cr: Chrom, Cu: Kupfer, Ni: Nickel, Fe: Eisen, Mn: Mangan
Schwermetalle und andere Elementen in Trinkwasser, für die es neben anderen Elementen in der TBDV Höchstwertangaben für Trinkwasser gibt: Blei (Pb), Cadmium (Cd), Chrom (Cr), Kupfer (Cu), Nickel (Ni), Eisen (Fe) und Mangan (Mn).
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Färbung, Geruch, Trübung (Sensorik)
Diese Parameter sind nicht nur relevante sensorische Eigenschaften des Wassers, sondern können auch indirekte Hinweise auf verschiedene chemische oder mikrobiologische Verunreinigungen geben, die die Wasserqualität beeinträchtigen könnten.
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Pestizide und Wirkstoffe (über 650 Substanzen)
Als Pestizide / Wirkstoffe werden in diesem Zusammenhang Substanzen bezeichnet, die als Herbizide, Insektizide, Fungizide und weitere chemischen Verbindungen eingesetzt werden und die Trinkwasserqualität beeinträchtigen.
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Glyphosat
Glyphosat ist eines der weltweit am häufigsten eingesetzten Herbizide.
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AMPA
AMPA (Aminomethylphosphonsäure) ist ein Abbauprodukt von Glyphosat, einem der weltweit am häufigsten verwendeten Herbizide.
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PFAS Screenings
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS sind eine Gruppe von wasser-, fett- und schmutzabweisenden Substanzen, im industriellen Herstellungsprozess standardmässig eingesetzt werden. PFAS sind beispielsweise in Lebensmittelverpackungen, Kochgeschirr, feuerfesten Materialien und Textilien zu finden. Sie sind ein Bestandteil von Löschschaum und werden in der Elektronikindustrie für die Produktion von Halbleitern verwendet. Sie gelten als so genannte „ewige Chemikalien“: PFAS werden sehr langsam abgebaut und verweilen lange im Körper und in der Umwelt.
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